Bei angenehmen Temperaturen erwacht die Tier- und Pflanzenwelt in der Teichlausitz. Aufmerksame Naturfreunde können jetzt den Start der Natur in die neue Saison beobachten. Auf den Feldern sind zahlreiche Höcker- und Singschwäne anzutreffen. Die Graugänse sind schon von weitem zu hören. In den Teichgebieten finden sich die Wasservögel zur Paarung zusammen.
Aus der Ferne dringt der Ruf der Kraniche, während verschiedene Enten gemächlich ihre Bahnen ziehen. Die Teiche werden nun wieder zu pulsierenden Lebensräumen. An den Ufern zeigen sich die ersten Farbtupfer. Schneeglöckchen erfreuen mit ihrem Anblick und sogar der erste Huflattich bricht durch das braune Laub des Winters, Weiden treiben zarte, silbrige Kätzchen.
Das Erwachen der Natur ist nicht nur ein schönes Schauspiel, sondern auch ein empfindliches Gleichgewicht. Die Teichlandschaften der Lausitz sind Rückzugsorte für viele bedrohte Arten. Ihr Schutz ist Voraussetzung dafür, dass dieses jährliche Wunder auch in Zukunft stattfinden kann.
So erzählen die Teiche im Frühling ihre eigene Geschichte: von Neubeginn, von Geduld und von der stillen Kraft der Natur. Wer in diesen Wochen innehält und genau hinhört und aufmerksam beobachtet, erkennt, dass hier mehr geschieht als nur der Wechsel der Jahreszeiten – es ist das Versprechen eines neuen Lebenszyklus, der jedes Jahr wieder seine Kraft entfaltet.
Die Fotos zeigen ein paar Eindrücke vom ersten warmen Wochenende des Jahres:

Höckerschwäne sind häufig an den Teichen anzutreffen Foto: Matthias Stark

Schneeglöckchen zeigen das Winterende an. Foto: Matthias Stark

Ein Nutria genießt die erste Frühlingswärme. Als invasive Art ist er nicht willkommen. Foto: Matthias Stark

Eine Kormorankolonie in der Westlausitz. Die Tiere sind bei den Fischern nicht beliebt. Foto: Matthias Stark

Ein Kormoran startet zum Flug. Foto: Matthias Stark

Der erste Huflattich des Jahres. Foto: Matthias Stark

Die beiden Kraniche fühlen sich sicher am anderen Teichufer. Foto: Matthias Stark

Schnatterenten auf dem Teich. Foto: Gudrun Stark

Stockentenpaar, diese Enten sind häufig zu beobachten. Foto: Gudrun Stark

Das Blühen der Krokusse erfreut in jedem Jahr aufs Neue. Foto: Matthias Stark

Die Singschwäne sind an ihren gelben Schnäbeln zu erkennen. Foto: Gudrun Stark