loading

Powěsće so přeprošuja...

Sachsens Autobauer legen zu – Trend zu E-Autos

Neuwagen der Marken VW, Audi und Cupra stehen vor der Auslieferung auf einem Parkplatz im Werk von Volkswagen in Zwickau. (Archivbild) / Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Neuwagen der Marken VW, Audi und Cupra stehen vor der Auslieferung auf einem Parkplatz im Werk von Volkswagen in Zwickau. (Archivbild) / Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Trotz der Absatzschwäche am Automarkt hat Sachsens Autoindustrie 2025 mehr Fahrzeuge produziert. An welchen Standorten es besonders gut läuft und wo der Produktionsmotor stottert.

Sachsens Autofabriken haben 2025 mehr Fahrzeuge produziert und setzen noch stärker auf E-Autos. In Leipzig, Zwickau und Dresden sind knapp 580.000 Autos vom Band gelaufen, wie aus einer Analyse des Chemnitz Automotive Institute (CATI) hervorgeht. Das sei ein Plus von 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei zeigt sich eine weitere Verschiebung von Verbrennern zu E-Autos: Bei vollelektrischen Fahrzeugen stieg die Produktion um rund 20 Prozent auf 288.000.

Jedes fünfte deutsche Auto ist «Made in Saxony» 

Damit stamme etwa jedes fünfte in Deutschland gebaute Auto aus Sachsen, bei E-Autos sogar jedes zweite, sagt Autoforscher Werner Olle der Deutschen Presse-Agentur. «Sachsen bleibt damit ein Schwergewicht unter den deutschen Automobilstandorten.» Die Top 5 der im Freistaat gebauten E-Autos wird der Studie zufolge mit Abstand vom ID.3 von Volkswagen angeführt, gefolgt vom Audi Q4 und dem Cupra Born. Danach folgt der Macan E von Porsche und der Mini Countryman E.

Der Anstieg der Autoproduktion insgesamt geht den Angaben nach vor allem auf ein höheres Produktionsvolumen bei BMW in Leipzig zurück. Dort wurden voriges Jahr rund 259.400 Fahrzeuge gebaut. Auch bei Volkswagen in Zwickau gab es eine etwas höhere Stückzahl: knapp 213.000 E-Autos. 

Autoabsatz weiter deutlich unter Vor-Corona-Niveau

Zwar legte der Autoabsatz in der EU voriges Jahr auf 10,8 Millionen (plus 1,8 Prozent) zu und deutsche Hersteller konnten ihren Marktanteil in Europa dem Verband Acea zufolge auf 39,9 Prozent steigern. Doch der Absatz liegt weiterhin deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau von 13 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2019. Zudem gibt es bei E-Autos harte Konkurrenz aus China. Daher kämpft etwa Volkswagen mit Überkapazitäten an seinen deutschen Standorten.

Als Reaktion darauf hatte VW Ende 2025 die Auto-Produktion in der Gläsernen Manufaktur in Dresden eingestellt. Auch am Standort Zwickau wird die Kapazität reduziert. Dort wird nur noch im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet und Personal abgebaut. Außerdem sollen mehrere Modelle an andere Standorte abgetreten werden. Das hat Folgen auch für Zulieferer und ihre Beschäftigten.

Prognose: 2026 leichter Rückgang der Autoproduktion

Olle verweist aber auch auf positive Nachrichten aus jüngster Zeit - etwa dass die Modelle ID.3 und Cupra Born länger in Zwickau produziert werden als zunächst geplant war. Zudem erhielt das Porsche-Werk in Leipzig den Zuschlag für ein neues SUV-Modell, intern M1 genannt. Es soll dort Ende des Jahrzehnts vom Band laufen. «All dies hilft, im Autoland Sachsen wieder optimistischer in die Zukunft zu blicken, auch wenn Sorgen insbesondere am Standort und in der Region Zwickau fortbestehen.»

Für dieses Jahr rechne er mit einem leichten Rückgang der Autoproduktion in Sachsen, erklärt der Experte. Grund seien das Auslaufen des Macan als Verbrenner bei Porsche in Leipzig und eine geringere Stückzahl bei Volkswagen Sachsen. «Das BMW-Werk in Leipzig bleibt dank des flexiblen Antriebsmix auf der Überholspur», so seine Prognose. Anders als das Zwickauer VW-Werk, das komplett auf Elektroautos umgestellt wurde, werden bei BMW in Leipzig flexibel Autos sowohl mit Verbrenner- als auch mit Elektromotor gebaut.

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Unterstützt von:

publizer