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Dresden warnt vor möglicher Evakuierung wegen Bombenfunds

Rund 18.000 Menschen in Dresden könnten im März von einer Evakuierung betroffen sein. (Symbolbild) / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Rund 18.000 Menschen in Dresden könnten im März von einer Evakuierung betroffen sein. (Symbolbild) / Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Im Umfeld der früheren Carolabrücke in Dresden sollen ab März mutmaßliche Bombenblindgänger untersucht werden. Die Stadt stellt Anwohner auf die möglichen Folgen ein.

Anwohner und Berufstätige im Umfeld der früheren Dresdner Carolabrücke müssen sich auf eine mögliche erneute Evakuierung wegen eines Bombenfundes einstellen. Grund dafür sind zwei Verdachtsstellen für mögliche Bombenblindgänger auf der Neustädter Seite am geplanten Standort des Brückenneubaus, teilte die Stadt Dresden mit. Ab dem neunten März sollen die beiden Verdachtsstellen voraussichtlich geöffnet werden.

Möglich sei deshalb, dass es zu einer Evakuierung in einem Sperrkreis mit einem Radius von 1.000 Meter um das betroffene Gebiet kommen muss. Betroffen wären nach Angaben der Stadt demnach rund 18.000 Menschen sowie kommunale und Landesbehörden, Alten- und Pflegeheime, Kindertagesstätten und weitere soziale Einrichtungen. «Im ungünstigsten Fall ist nicht auszuschließen, dass eine Evakuierung länger als 24 Stunden andauert», heißt es weiter. 

«Begründete Anhaltspunkte» für Bombenblindgänger

Die mutmaßlichen Blindgänger waren bei vorbereitenden Arbeiten zum Neubau der eingestürzten Carolabrücke identifiziert worden. Konkret gebe es zwei Ortungen auf der Neustädter Seite der Elbe, an denen nun weitergehende Untersuchungen nötig werden. Demnach bestehen «begründete Anhaltspunkte», dass es sich um Bombenblindgänger handeln könnte.

Hintergrund ist die vorbereitende Kampfmittelsondierung des Bereichs, in dem die Brücke wiederaufgebaut werden soll. Seit Oktober sei dazu eine Fachfirma im Einsatz, teilt die Stadt weiter mit. Auf der Altstädter Seite der Elbe waren die Arbeiten bereits Ende vergangenen Jahres ohne Bombenfunde abgeschlossen worden. Auf der Neustädter Seite werden seit dem vergangenen Montag insgesamt 31 sogenannter «Störstellen» in einer Tiefe von jeweils zwei bis vier Metern geöffnet und überprüft - die meisten von ihnen sind aus Expertensicht unkritisch. 

Bereits im August vergangenen Jahres waren 17.000 Betroffene nach dem Fund einer Bombe um die Dresdner Carolabrücke evakuiert worden. Der Neubau soll im Jahr 2031 fertiggestellt werden. Nach Angaben der Stadt könnte mit dem Bau voraussichtlich im zweiten Quartal 2028 begonnen werden.

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