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Osterlämmer in Sachsen: Sorge um Preise und Wolfsrisse

Die Zahl der Lämmer ist in Sachsen wieder gestiegen. / Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa/ZB
Die Zahl der Lämmer ist in Sachsen wieder gestiegen. / Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa/ZB

Mehr Lämmer, aber weniger Geld: Sachsens Schäfer kämpfen mit sinkenden Preisen – und Wölfen, die immer wieder zuschlagen. Was das für Lammfleisch und Naturschutz bedeutet.

Die Zeit vor Ostern ist für Sachsens Schäfer der Höhepunkt der Lämmer-Saison. Die Osterlämmer werden derzeit mit besonderem Getreide mit Eiweißkomponenten gefüttert, wie Schäfermeister Sieghard Walter von der Landwirtschaft GmbH & Co.KG Machern bei Bennewitz (Landkreis Leipzig) sagte. In diesem Jahr habe es mehr Lämmergeburten gegeben als in den Vorjahren.

Preise sinken - Kosten steigen

Lediglich die Preise bereiten den Erzeugern Sorge. Nach Angaben des Sächsischer Schaf- und Ziegenzuchtverbandes bringt ein Kilogramm Lammfleisch (lebend) etwa 4,20 Euro. «Im Vorjahr lag er auch schon bei fünf Euro. Ein Rückgang des Preises bei gleichzeitig gestiegenen Kosten für die Erzeuger in allen Bereichen ist hart», sagte Verbandssprecherin Regina Walther. Die Schlachtreife erreichen Lämmer mit etwa 42 bis 45 Kilogramm. Ein Kilogramm Lammkeule kostet den Endverbraucher ihren Angaben zufolge etwa 40 Euro.

Weidetiere sind wichtige Landschaftspfleger

Im Vorjahr war die Zahl der Schafe im Freistaat erstmals wieder deutlicher angestiegen. Laut Verbandsangaben gab es insgesamt 132.400 Tiere inklusive Lämmern. In den 20 Jahren davor war der Bestand um etwa 30.000 zurückgegangen. Durch die Beweidung mit Schafen werden wertvolle Naturschutzflächen und Biotope mit seltenen Tier- und Pflanzenarten gepflegt und erhalten. Laut Walther sind Schafe als Landschaftspfleger und im Naturschutz unverzichtbar

Wolfsrisse bleiben ein Problem

Problematisch bleibt laut Verband aber der Umgang mit Rissen von Wölfen. Demnach wurden im vergangenen Jahr 210 Schadensfälle gemeldet. 527 Tiere waren betroffen, 416 wurden getötet. Die Bundesregierung will den Wolf ins Jagdrecht aufnehmen, damit sogenannte Problemwölfe leichter getötet werden können - etwa wenn sie Zäune überwunden und Schafe getötet haben. Im Bundestag beraten derzeit die zuständigen Ausschüsse über den Gesetzesentwurf, bevor er dort sowie im Bundesrat zur Abstimmung kommt.

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