Noch steckt der Bärlauch weitgehend in der Erde, trotzdem hatten Diebe die Pflanzen bereits im Blick. Am Wochenende stellte die Polizei im Norden Leipzigs und im Südraum bei Böhlen jeweils zwei Tatverdächtige.
Kiloweise Knollen ausgegraben
Nach Angaben der Polizei hatten die mutmaßlichen Täter in einem Fall 40 Kilogramm Bärlauchknollen ausgegraben und zum Abtransport bereitgelegt. Im anderen Fall waren es 44 Kilogramm. Die Beute wurde sichergestellt.
Die Beschuldigten sind 24, 27, 29 und 42 Jahre alt. Gegen sie wird wegen gewerbsmäßigen Diebstahls und Verstößen gegen das Bundesnaturschutzgesetz ermittelt.
In Sachsen sind Bärlauch-Diebe besonders in der Leipziger Region mit ihren großen Auwäldern aktiv. Auch in den vergangenen Jahren wurden immer wieder Menschen erwischt, die den Bärlauch säckeweise aus den Wäldern holten.
Strenge Regeln für das Bärlauch-Sammeln
Beim Sammeln gelten strenge Regeln: Erlaubt ist pro Person nur ein Handstrauß. In Naturschutzgebieten gilt: Schon ein gepflücktes Blatt ist zu viel. Dort greift das Bundesnaturschutzgesetz.
Seit einigen Jahren patrouillieren zusätzlich zur Polizei-Fahrradstaffel Beamte des Polizeireviers Leipzig-Nord und Parkranger in den Wäldern, um die Diebstähle zu verhindern.
Die Polizei berichtet, dass meist die Wurzelknollen ausgegraben werden. Im russischsprachigen Raum gelten sie als Delikatesse. Dementsprechend handele es sich bei den Tätern oft um Russen oder Tschetschenen. Auch die am Sonntag gestellten Tatverdächtigen sind nach Polizeiangaben Russen.
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