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Beinahe-Absturz: Ein Airbus sinkt bei Prag auf 300 Meter ab

Symbolbild Airbus A320 / pixabay ramboldheiner
Symbolbild Airbus A320 / pixabay ramboldheiner

Zu dem Zwischenfall kam es in der Nähe der Burg Krivoklat, rund 35 Kilometer westlich des internationalen Flughafens von Prag.

Ein Flugzeug auf dem Weg von Lissabon nach Prag verlor nach Angaben tschechischer Medien überraschend stark an Höhe und sank bis auf rund 300 Meter über dem Boden. Erst nachdem der Pilot das Flugzeug vom Typ Airbus A320neo wieder hochzog, kam es offenbar zu keiner Kollision mit Gelände oder Hindernissen, so die Nachrichtenagentur dpa.

Die Zeitung MF Dnes hatte zuerst über den Vorfall berichtet. Zu dem Zwischenfall kam es demnach vor knapp einem Monat in der Nähe der Burg Krivoklat, rund 35 Kilometer westlich des internationalen Flughafens von Prag. Radarsysteme der Flugsicherung hätten eine Unterschreitung der vorgesehenen Flughöhe angezeigt, woraufhin ein Fluglotse die Besatzung warnte. Der genaue Ablauf des Höhenverlusts ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen, die das tschechische Amt für die Untersuchung und Vermeidung von Flugunfällen aufgenommen hat. „Wir untersuchen das Ereignis als einen ernsten Zwischenfall“, sagte ein Sprecher der Behörde. Üblicherweise werden in solchen Verfahren Flugdatenaufzeichnungen, ATC-Kommunikation, Wetterdaten sowie mögliche technische oder menschliche Faktoren ausgewertet. Ob es Hinweise auf ein Cockpit- oder Systemversagen gibt, wurde bislang nicht öffentlich bekanntgegeben.

An einem Passagier an Bord, zitiert von der Onlineausgabe der Zeitung Pravo, beschrieb den Moment als „schrecklich“ und berichtete, er habe in diesem Augenblick an seine Familie gedacht. Weitere Angaben zur Reaktion der Crew oder zum weiteren Verlauf des Fluges wurden von den Berichten nicht detailliert dargelegt. Die Ermittler kündigten an, die Auswertung zügig voranzutreiben, um mögliche Sicherheitsmängel zu identifizieren und Empfehlungen auszusprechen. Fluggesellschaften und Aufsichtsbehörden stehen in solchen Fällen unter Druck, Ursachen transparent darzustellen, um Vertrauen in die Flugsicherheit zu erhalten.