Der 4. Februar ist Weltkrebstag. In diesem Jahr soll so zum 26. Mal die Vorbeugung, Forschung und Behandlung von Krebs ins öffentliche Bewusstsein gerückt und über Prävention sowie Früherkennung aufgeklärt werden, teilte das Landratsamt Meißen mit.
Auch im Landkreis Meißen steigt die Zahl der Krebserkrankungen. Dies bestätigen die beiden Tumorberatungsstellen des Landkreises, denn dort nahmen in den zurückliegenden Jahren die Beratungszahlen deutlich zu. "Noch vor fünf bis zehn Jahren kamen auf einen Standort im Schnitt circa 130 Ratsuchende pro Jahr. Mittlerweile sind es über zweihundert Ratsuchende pro Standort jährlich – Tendenz steigend", so Karoline Scheumann von der Tumorberatung in Meißen. Ihr Team möchte den Weltkrebstag am 4. Februar nutzen, um darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig die psychosoziale Versorgung von Krebspatienten und deren Angehörigen ist. Denn neben der medizinischen Versorgung im Krankenhaus oder in den Arztpraxen ist die Frage von Betroffenen oft: Was steht mir jetzt sozialrechtlich zu? Was ist jetzt wichtig? Wer unterstützt mich?
So wird beispielsweise in den Tumorberatungsstellen zum Thema Schwerbehinderung, Pflege oder onkologischer Rehabilitation informiert und auch die entsprechenden Anträge können bei Bedarf gemeinsam ausgefüllt werden. Zudem erhalten Erkrankte beim Formulieren von Widersprüchen oder bei der Suche nach einer Ernährungsberatung und Rehasport Unterstützung. Ein häufiges Thema ist auch die Frage nach einer passenden Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.
Nur noch selten kommen die Bürgerinnen und Bürger, weil sie einmalig Hilfestellung beim Ausfüllen eines Antrags benötigen. Bei vielen Betroffenen gibt es mittlerweile komplexe Problemlagen, die einer längeren Begleitung bedürfen.
In den zwei Tumorberatungsstellen in Meißen und Riesa ist seit diesem Jahr wieder die gewohnte frühere Besetzung anzutreffen: Frau Richard am Standort Riesa und Frau Scheumann am Standort Meißen. Beide waren hintereinander mit einiger Überschneidung in Elternzeit und wurden von 2024 bis 2025 jeweils von Frau Hillebrand vertreten. "Frau Hillebrand war eine sehr große Unterstützung für die Ratsuchenden und hat sich deren Anliegen tatkräftig angenommen. Wir möchten an dieser Stelle noch einmal ganz groß „Danke“ sagen", sind sich beide Beraterinnen einig.