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Landkreis Meißen: Buslinie M bleibt eingestellt

Ein Bus der VGM in Meißen. Foto: Ulf Mallek
Ein Bus der VGM in Meißen. Foto: Ulf Mallek

Der Petitionsausschuss stellt fest, dass trotz Einstellung der Buslinie M nach Moritzburg die ÖPNV-Versorgung im Landkreis Meißen gewährleistet ist.

Der Landkreis Meißen hat den Betrieb der Buslinie M nach Moritzburg eingestellt. Das stellte auch der Petitionsausschuss in seiner jüngsten Sitzung fest. Dennoch sei die Versorgung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im betroffenen Gebiet gewährleiste. Die Vorgaben des Nahverkehrsplanes werden eingehalten, und die Pflichtaufgabe der Schülerbeförderung ist von der Einstellung der Buslinie M nicht betroffen, so der Ausschuss. Dem Technischen Ausschuss des Kreistages wird vorgeschlagen, die Petition abzulehnen. Die nächste Sitzung des Gremiums ist am 20. Januar.

In der Petition, die auch von der Ortsvereinigung Coswig/Weinböhla der SPD unterstützt wurde, wird gefordert, dass der Landkreis Meißen und die Verkehrsgesellschaft Meißen mbH die Buslinie M zwischen Meißen und Moritzburg nicht nur nicht einstellen, sondern diese im Gegenteil stärken und ausbauen soll. Die Buslinie M stelle eine wichtige und schnelle Direktverbindung zwischen zwei touristischen und kulturellen Zentren des Landkreises dar.

Die Petition hebt hervor, dass alternative Routen über Umstiege mit einer Fahrzeit von über einer Stunde verbunden sind, während die Buslinie M lediglich rund 32 Minuten benötigt. Diese Verlässlichkeit und Schnelligkeit sei entscheidend für Einwohner, ebenso wie für Touristen. Ein Wegfall der Linie würde bedeuten, dass die Region weiter abgehängt wird und damit die Attraktivität der Verkehrsanbindungen weiter leidet. Mit Blick auf die geplante Ansiedlung von ESMC im Dresdner Norden sowie die Entwicklung neuer Infrastruktur wäre es aus Sicht der Petitionäre kurzsichtig, bestehende Verbindungen abzuschaffen, anstatt diese zukunftsorientiert auszubauen.

Die geringen Fahrgastzahlen, die oft als Argument für die Einstellung einer Buslinie herangezogen werden, dürfen nicht als alleiniges Argument dienen. Wie bei jeder neuen Linie brauche es Zeit, Vertrauen und ein dauerhaftes Angebot, damit sich die Nutzung entwickeln kann. Daher wird in der Petition auch vorgeschlagen, in schwächeren Zeiten kleinere Busse einzusetzen, um die Kosten zu senken, ohne das Angebot komplett zu streichen. Diese Maßnahme könnte helfen, die Buslinie M aufrechtzuerhalten und gleichzeitig den Anforderungen des öffentlichen Nahverkehrs zu entsprechen.

Doch der Petitionsausschuss möchte der Forderung nicht nachkommen, den Betrieb der Buslinie M erneut zu starten oder auszubauen. Es bestehen weder das verkehrliche Erfordernis, noch die finanziellen Möglichkeiten, diese Buslinie zu reaktivieren.

Unterstützt von:

Privatbrauerei Schwerter Meißen GmbH