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Hohe Geldverluste durch Anlagebetrug in Döbeln

Symbolbild Online-Betrug / pixabay geralt
Symbolbild Online-Betrug / pixabay geralt

Zwei Senioren aus Chemnitz und Döbeln verloren insgesamt rund 155.500 Euro durch vermeintliche Online-Anlagen. Polizei leitet Ermittlungen ein und warnt vor unseriösen Angeboten.

Abzocker-WhatsApp-Gruppen werden immer mehr. Im Zeitraum von Oktober 2025 bis Februar 2026 wurden in Chemnitz und Döbeln zwei Ermittlungsverfahren wegen Betrugs eingeleitet, nachdem zwei Senioren hohe Geldbeträge an angebliche Anlageberater überwiesen hatten. Die Polizei berichtet von insgesamt rund 155.500 Euro, die ins Ausland flossen. Das teilte die Polizei mit.

Ein 67-Jähriger aus Chemnitz war bereits im Oktober 2025 im Internet auf ein vermeintliches Aktienanlagemodell aufmerksam geworden. Hohe Renditen wurden in Aussicht gestellt. Der Mann überwies daraufhin rund 130.000 Euro auf ein Konto in Litauen, um sein Kapital anzulegen. Als er später seine vermeintlichen Gewinne auszahlen lassen wollte, forderten die angeblichen Berater zusätzliche 20.000 Euro als Gebühr. Erst später erkannte der Geschädigte den Betrug; das investierte Vermögen war nicht mehr verfügbar.

Ähnlich erging es einer 66-Jährigen aus Döbeln. Anfang Dezember 2025 wurde sie über Facebook auf eine WhatsApp‑Gruppe aufmerksam und trat dieser bei. Dort kontaktierte sie eine als Beraterin auftretende Person, die eine KI-gestützte, gewinnbringende Aktienanlage versprach. In der Folge überwies die Frau insgesamt 25.500 Euro auf ein Konto in Luxemburg. Als ihr ungewöhnlich hohe Gewinne angezeigt wurden, fiel ihr der Schwindel auf.

Beide Geschädigten erstatteten am 15. Februar Strafanzeige; die Ermittlungsbehörden haben entsprechende Verfahren wegen Betrugs eingeleitet. Die Wiederbeschaffung der überwiesenen Beträge gestaltet sich oft schwierig, da die Gelder ins Ausland transferiert wurden und die Täter häufig in Netzwerken agieren, die sich schnell verändern.

Die Polizei warnt eindringlich vor unseriösen Anlageangeboten, die besonders über soziale Netzwerke, Messenger oder unaufgeforderte Kontaktaufnahmen verbreitet werden. Misstrauen ist geboten bei Garantien für hohe Renditen, Druck zu schnellen Überweisungen oder Forderungen nach zusätzlichen Gebühren. Präventionstipps und weiterführende Hinweise finden sich auf der Seite des Landeskriminalamtes Sachsen: http://www.polizei.sachsen.de/de/112189.htm.

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