Die Gewerkschaft ver.di hat für das Wochenende 27. und 28. Februar 2026 zu ganztägigen Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. In Leipzig sind die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) am Freitag und Samstag betroffen. Der Ausstand beginnt am Freitag um 3:00 Uhr und endet am Sonntag um 5:59 Uhr mit dem Dienstende des letzten Einsatzes vom 28. Februar. Bestreikt werden neben der LVB auch die LeoBus GmbH und die Leipziger Aus- und Weiterbildungsbetriebe GmbH.
Hintergrund sind nach Angaben der Gewerkschaft festgefahrene Tarifverhandlungen und ausbleibende Zugeständnisse der Arbeitgeber. Im Mittelpunkt der Forderungen stehen Arbeitszeitverkürzungen sowie die Rücknahme geplanter Verschlechterungen.
In Sachsen seien nach einem ersten Warnstreik zwar Teile der Gegenforderungen zurückgenommen worden, bei der Arbeitszeitverkürzung bestehe jedoch weiterhin keine Verhandlungsbereitschaft. Zudem stünden Kürzungen beim Urlaub und Verschlechterungen beim Krankengeldzuschuss im Raum. Verbindliche Zusagen zur Beschäftigungssicherung oder zur dauerhaften Entgeltkopplung fehlten.
Streiks auch während der Buchmesse?
Neben Leipzig sind am Freitag auch die Dresdener Verkehrsbetriebe, die Chemnitzer Verkehrs-AG, der Stadtverkehr Zwickau sowie die Plauener Straßenbahn vom Warnstreik betroffen.
Die nächste Verhandlungsrunde beginnt in Thüringen am 2. März, in Sachsen am 9. März und in Sachsen-Anhalt am 17. März. Ver.di erklärte, man sei grundsätzlich kompromissbereit und würde eine tragfähige Einigung den Beschäftigten zur Abstimmung vorlegen.
Sollte es nicht zu einer Verständigung kommen, will die Gewerkschaft gemeinsam mit den Beschäftigten über weitere Arbeitskampfmaßnahmen beraten. Ein Streik während der Leipziger Buchmesse wurde nicht ausgeschlossen.
Den ausführlichen Bericht lesen Sie hier auf L-IZ.de.
Leipziger Zeitung // Thomas Köhler, unterstützt von KI