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Hütte voll, Konto leer? Dynamo Dresden kämpft gegen die eigene Heim-Statistik

(Bild: mg_pixart)
(Bild: mg_pixart)

Dynamo Dresden kämpft mit einer Heimschwäche: Nur neun Punkte und Platz 17 in der Heimtabelle trotz starker Auswärtsauftritte. Gegen Tabellenzweiten Darmstadt soll im Rudolf-Harbig-Stadion vor 30.000 Fans die Wende gelingen Trainer Stamm fordert mehr Effizienz.

Dynamo Dresden und das Heim-Rätsel: Wird das Rudolf- Harbig-Stadion heute endlich wieder zur Festung?

Wenn das Flutlicht angeht und die Hymne erklingt, bekommt eigentlich jeder Gegner im Rudolf-Harbig-Stadion weiche Knie. Über 30.000 Fans machen die Arena regelmäßig zum Hexenkessel. Doch in dieser Saison ist der Wurm drin: Dynamo Dresden tut sich ausgerechnet im eigenen Wohnzimmer schwer. Gegen den Tabellenzweiten SV Darmstadt 98 soll heute (18.30 Uhr) endlich der Knoten platzen!

Es ist ein Phänomen, das sich wie ein roter Faden durch die aktuelle Spielzeit zieht. Während die Schwarz-Gelben in der Fremde oft liefern und mit 13 Punkten auf einem respektablen achten Platz der Auswärtstabelle stehen, will der Funke zu Hause nicht so recht überspringen. In der Heimtabelle rangiert Dynamo derzeit auf dem vorletzten Platz 17. Nur neun mickrige Zähler konnten vor der eigenen Kulisse eingefahren werden – lediglich der FC Magdeburg ist auf eigenem Rasen noch glückloser.

Dabei war das Rudolf-Harbig-Stadion in der vergangenen Drittliga-Saison noch eine echte Punkte-Garantie. Satte elf Heimsiege feierte die SGD damals. In der laufenden Zweitliga-Saison stehen dagegen erst zwei Dreier auf dem Konto: Das 2:1 gegen Düsseldorf in der Hinrunde und das 2:0 gegen Fürth zum Rückrunden-Auftakt.

Thomas Stamm sieht kein Kopfproblem

Trotz der mageren Ausbeute bleibt Trainer Thomas Stamm (43) ruhig und sachlich. Auf der Pressekonferenz vor dem Darmstadt-Kracher betonte er, dass die Mannschaft keine "Heim-Blockade" mit sich herumschleppe. „Es fühlt sich nicht so an, dass wir uns auswärts einfacher tun. Es ist keine Last, die irgendwo auf den Schultern ist“, so die klare Ansage des Coaches.

Vielmehr sei es eine Frage der Effizienz. Stamm analysiert messerscharf: „Die Effizienz haben wir auswärts, die wir zu Hause noch nicht haben. Dabei haben wir zu Hause vielleicht sogar mehr Chancen als in den Auswärtsspielen.“ Spiele gegen Bielefeld oder Elversberg hängen dem Trainer noch nach – dort hätte man laut Stamm zwingend mehr Punkte mitnehmen müssen, wenn man vor dem Tor kaltschnäuziger agiert hätte.

Abstiegskampf pur: Darmstadt ist der Gradmesser

Für Dynamo geht es jetzt in die heiße Phase. Im Kampf um den Klassenerhalt zählt jeder Punkt, und gegen den Aufstiegsaspiranten aus Darmstadt hängen die Trauben besonders hoch. Doch genau das könnte die Chance sein: Wenn Dynamo die „Klarheit“, die Stamm fordert, endlich auf den Platz bringt, könnte die vermeintliche Heimschwäche schnell Geschichte sein.

„Am 34. Spieltag wird abgerechnet. Vielleicht dreht sich die Bilanz bis dahin noch einmal“, gibt sich Stamm kämpferisch. Er ist überzeugt, dass seine Mannschaft leistungstechnisch gar nicht weit weg von den erfolgreichen Auswärtsauftritten ist.

Volle Hütte gegen die Lilien

Die Fans stehen jedenfalls hinter der Mannschaft. Erneut werden rund 30.000 Zuschauer erwartet, die das Stadion in einen Hexenkessel verwandeln werden. Aus Darmstadt reisen etwa 900 Anhänger mit.

Die Vorzeichen für einen packenden Fußballabend stehen also gut. Jetzt muss Dynamo nur noch beweisen, dass das Rudolf-Harbig-Stadion mehr ist als nur eine schöne Kulisse – nämlich eine echte Festung, in der die Gegner wieder das Zittern lernen.


(PS)